Hilfe für die Streuobstwiesen in Limeshain

Die Himbacher und Hainchner in Limeshain haben es gut. Streuobstwiesen prägen und bereichern das Landschaftsbild der Gemeinde. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen und spielen eine wichtige Rolle  in unserer Kulturlandschaft. Streuobstwiesen sind wichtig für die Naherholung und dienen zur Verbesserung des Kleinklimas.

 

Gleichwohl gibt es auch Probleme. Streuobstflächen sind vielerorts überaltert. Mangelnde Rentabilität verringern Nutzung und Pflege. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Ausweisung von Baugebieten wurden viele Streuobstflächen in der Vergangenheit gerodet. Deshalb gehört dieser wichtige Lebensraum für Tiere und Pflanzen heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.

 

Zu den typischen Vogelarten der Streuobstflächen gehören  Star, Gartenbaumläufer, Singdrossel und Steinkauz. In Limeshain Himbach und Hainchen sind diese Vogelarten noch vorhanden. Vögel sind anerkanntermaßen die wesentlichen Indikatoren für die Beurteilung der biologischen Qualität dieser Landschaft, sie werden als Leitart bezeichnet, weil sie typisch für bestimmte Lebensräume sind. 

 

Weil die Streuobstwiesen rund um Himbach und Hainchen ein wichtiger Lebensraum für bestandsbedrohte Vogelarten sind, bittet der NABU-Limeshain alle Besitzer von Streuobstwiesen und alten Bäumen diese, wenn möglich, nicht abzuholzen bzw. wieder für Nachpflanzungen zu sorgen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Pflege der Streuobstwiesen. Wenn die Besitzer von Streuobstwiesen nicht mehr in der Lage sind, die umfangreiche Pflege durchzuführen, findet sich vielleicht eine andere Familie, die diese Arbeiten gerne durchführen würde. Deshalb bittet die NABU-Gruppe Limeshain, dass sich diese Personen bei dem Vorsitzenden der Gruppe, Manfred Vogt, unter der Telefon-Nummer 06047 951019 melden.

 

Fotos: Manfred Vogt